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Studentin

Nadine Oberst

Fach

BIB 1 – Bauen im Bestand 1

Semester

SS 2013

Aufgabenstellung Modernisierung einer ehemaligen Lagerhalle in Saarlouis in (A) ein Bürogebäude und (B) ein Wohngebäude

Wohnungsgebäude Das zweistöckige Gebäude des ehemaligen Papierlagers Jyldis in Saarlouis soll zu einem Wohn- oder Bürogebäude mit mehreren Einheiten umgenutzt werden. Der Entwurf des Wohngebäudes weist eine kammartige Struktur auf, die sich in zwei verschiedene Wohnungstypen und deren dazugehörige Innenhöfe gliedert. Die Wohnungen fügen sich komplett in das vorgegebene Raster des Bestandes ein, bilden aber dennoch einzelne private Einheiten nach dem Reihenhausprinzip. Sie unterscheiden sich vorrangig in Quadratmeter und Zimmeranordnung und sind zwischen 225,00 qm und 168,75 qm groß. Die Bewohner können durch einen separaten privaten Eingang in ihr Haus gelangen oder über den großen Durchgang, der in der Mitte des Gebäudes zwei Wohnungseinheiten trennt. Dort bilden sich auch die mit Bäumen angelegten Innenhöfe aus, die zum Verweilen, zum Treffen und Plaudern mit Nachbarn oder zum spielen für Kinder geignet sind und für eine rege Nachbarschaft sorgen. Die Höfe zeigen die Substanz des Bestandes am deutlichsten, da hier die komplette Tragstruktur über zwei Geschosse freiliegt. Aber auch in den einzelnen Wohnungen selbst wurde darauf geachtet, dass der Bestand sichtbar bleibt und seinen alten, rohen Charme wirken lässt. Die Fassade ist schlicht und zurückhaltend mit weißem Putz verkleidet, die größzügigen Fenster geben durch ihre antrazithgrauen Aluminiumrahmen einen eleganten Kontrast. Jeder Wohnung wurde eine eigene Garage zur Verfügungng gestellt, zusätzlich sind kleinere abschließbare Fahradschuppen zur gemeinsamen Nutzung vorhanden. Neben der Garage befindet sich direkt der Eingang ins Eigenheim um für kurze Wege mit vollen Einkaufstüten zu sorgen. Nach drei Treppenstufen aufwärts betritt der Bewohner sein Haus durch eine dunkle Eichenholztür und gelangt in einen gläsernen Windfang mit wandintegrierter Garderobe. Anschließend kommt er durch den mit Eichenholzdielen belegten Flur, an Gäste WC und Abstellraum vorbei, in den offenen Wohnraum mit Küche und Essbereich. Der Wohnraum liegt wiederum drei Stufen tiefer und bildet sich direkt durch das Podest des Flures aus, indem dieses übergeht in die Sitzbank der Essecke und in das Polster des Sofas. Der Bodenbelagwechsel von Holzdielen zu grauem Estrich understreicht den Übergang in den offenen und hohen Raum. Die Küche ist abgetrennt durch eine kleine Wand die von der anderen Seite einen Fernsehbildschirm integriert. Über dem Essbereich führt eine elegante, schwebend wirkende Holztreppe nach oben in die privateren Bereiche des Hauses. In der Mitte des Obergeschosses befindet sich eine kleine Galerie, die nach unten in den Wohnbereich und durch ein langes, vertikales Fensterband nach draußen blicken lässt. Bade- und Kinderzimmer fügen sich rechts und links an die Galerie an und gewähleisten einen schönen Ausblick in den Hof. Das Schlafzimmer richtet sich nach aussen und lässt durch großzügige Glasschiebetüren die Terrasse in den Raum fließen. Im gesamten Haus dominiert ein helgrauer Sichtbeton die Wände und Eichenholzdielen die Böden, kleine Stoffliche Akzente werden durch warme Farbtöne in Beige gesetzt und für den Kontrast sorgen schwarze Lampen und andere kleine Details.

 

Text: Nadine Oberst

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Bürogebäude Der Entwurf des Bürogebäudes weist ebenfalls eine kammartige Struktur auf, die sich in zwei verschiedene Bürotypen, zwei Pausenräume, zwei WC Bereiche, zwei Treppenhäuser und die sich dadurch bildenden Innenhöfe gliedert. Die Büros unterscheiden sich lediglich in ihrer Quadratmeteranzahl und sind zwischen 225,00 qm und 168,75 qm groß. Das Bürogebäude fügt sich wiederum komplett in das vorgegebene Raster des Bestandes ein, bildet aber dennoch einzelne freistehende Einheiten durch „grüne Fugen“. Die „grünen Fugen“ sind die Abstände zwischen den jeweiligen Gebäuden und nur 90cm breit. Gerade so breit, dass eine Treppe hineinpasst, die die kleinen Einheiten sowie Unter- und Obergeschosse wieder miteinander verbindet und dadurch auch den Aussenraum erlebbar gestaltet. Die gesamte Fassade ist mit Holz verkleidet, das sich in Lamellenform auch über die Fenster zieht um Sonnenschutz zu gewähleisten. Die Hausfugen werden zusätzlich bepflanzt, sodass durch Holz und Gewächs ein natürlicher Aussenraum entsteht. Jedes Büro besitzt einen separaten privaten Eingang. Der große Durchgang in der Mitte des Gebäudes trennt die beiden Büroeinheiten und bildet kleine, mit Bäumen bepflanzte Innenhöfe aus, die zum Verweilen in den Pausen einladen. Im Inneren der einzelnen Bürohäuschen befindet sich zunächst eine großzügige Garderobe mit anschließender Ablage für Schlüssel, Post und anderer Utensilien. Auf der anderen Seite der Garderobe wurde eine kleine Teeküche mit Sitzgelegenheiten eingeplant. Im Erdgeschoß finden vier Schreibtische zum arbeiten Platz, die durch ein hohes Bücherregal vom großen Besprechungstisch unter der Galerie abgrenzen. Das Bücherregal steigt hinauf bis über die Galerie zum nächsten Geschoß und wird dort zur Sitzbank der Teeküche. Im Obergeschoß wurden weitere acht Arbeitsplätze eingeplant, die wie im Erdgeschoß, über eine separate Kopier- und Materialstation verfügen. Auch von Oben gelangt man über kleine Brücken, die über die Galerie und den Innenhof führen, auf die andere Seite des Gebäudes. Im Innenraum dominiert ein hellgrauer Sichtbeton an den Wänden und ein heller und freundlicher Fichtehholzdielenboden. Die Einbaumöbel, sowie Arbeitstische sind ebenfalls aus demselben Holz und bringen Wärme in die kalten Betonmauern. Um mehr Frische und gute Laune zu verbreiten werden Leuchten sowie die ausgewählten Designerstühle in bunten Farbkombinationen variiert und ohne Vorgabe im Raum verteilt. Der Pausenraum lädt durch eine kleine Küche und eingelassene, farbige Sitznieschen zur gemütlichen Kaffeepause ein.

 

Text: Nadine Oberst

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