SS15_KINDERGARTEN AACHEN BERGSTRASSE 1500x1125-006_Kopie

Fach

Großer Entwurf 1

Semester

SS 2015

AUFGABENSTELLUNG

 

Planen sie den Umbau und die Erweiterung eines Kindergartens. Viele Kindergärten werden in Deutschland im Moment um U3 Gruppen erweitert, die Kinder bis zu 3 Jahren Ganztagsbetreuung anbieten.

 

Ein Kindergarten ist ein Ort, wo Kinder zum erstenmal eine Gemeinschaft von vielen unbekannten Menschen außerhalb des Elternhauses erleben können. Geben sie diesem Gefühl einen baulichen Ausdruck, der sowohl in der Bauform als auch in der Stimmung der unterscheidlichen Räume erlebbar wird. Im wesentlichen besteht ein Kindergarten aus 4 Bereichen: 1. dem Eingangs-+ Mitarbeiterbereich, 2. den Gruppenbereichen, 3. dem Nebenraumbereich und 4. dem Mehrzweck + Außenbereich.

 

Die Gruppenräume sollen so gestaltet werden, dass eine Differenzierung der pädagogischen Arbeit möglich ist. Das bedeutet, dass neben den üblichen Spielvariationen in den U3 Bereichen, Rückzug, Ruhe, Pflege und Schlafen ermöglicht werden soll. Der bestehende Kindergarten liegt in der Innenstadt und ist beliebter Ort für die Kinder der Umgebung. Der jetzt freistehende Kindergarten soll um zwei U3 Gruppen erweitert – und das gesamte Raumkonzept neu überdacht werden. Die Lösung des Entwurfs kann sowohl ein- wie auch zweigeschossig erfolgen, eine Schließung des Blocks ist mit Rücksicht auf die angrenzende Bebauung möglich. Baumfällungen können durch Ersatzpflanzungen kompensiert werden. Ein angemessener Vorbereich wie auch gestaltete Außenanlagen sind Bestandteil der Aufgabe. Geben sie 3 Bereichen im Inneren eine besondere Atmosphäre, die sich auf die Welt der Kinder bezieht, Vorsicht ! bunt und klein bedeutet nicht = Kind. Es geht um ein stimmiges Ganzes, das Angemessenheit, Charakter und Gemeinschaft erleben lässt.

 

Text von Prof. G. M. Rutrecht

ANNIKA GAPP – Kindergarten „Bergstrasse“

 

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ENTWURFSKONZEPT

 

  • separate Außenbereiche für U3 und Ü3- Gruppen
  • Verschmelzung von Innen und Außen durch Atrium und dünne Glaswände
  • jeder Gruppenraum bekommt aus zwei Himmelsrichtungen Tageslicht
  • Höhenunterschiede und Verglasung ermöglichen unterschiedliche Blickbeziehungen
  • Bodenplatte des OG als fünfte Fassade gewinnen
    • Sonnen- und Regenschutz + Aufhängemöglichkeit für Spielgeräte

 

FASSADENKONZEPT

 

  • vertikale Holzlamellen, die eine Wellenbewegung nachahmen
  • Spiel mit Transparenz/ Innen und Außen
    • wo Wellen auf einen zukommen bilden sich eher geschlossene Bereiche, in die man von außen kaum hineinblicken kann; andere Stellen sind komplett offen (kreisförmige Aussparungen)
  • Spiel mit Schatten
    • erzeugt Bewegung

 

FUNKTIONALES KONZEPT

 

  • Trennung der verschiedenen Altersgruppen durch verschiedene Geschosse
    • U3 im EG; Ü3 im OG
  • Gruppenräume sind immer gleich strukturiert
    • Block mit Garderobe, Abstellen und WC – Großer Gruppenraum – Kleiner Gruppenraum
  • Großer Gruppenraum als zentrales Element
    • von ihm aus gelangt man in alle anderen Räume

 

STÄDTEBAULICHES KONZEPT

 

  • deutlich niedriger als Umgebungsbauten und vorhandene Bäume
  • natürlich durch Holzfassade
  • bildet eine Art „Grüne Insel“ in der Stadt

 

 

 

 

Text von Annika Gapp

EG_450Grundriss EG
OG_450Grundriss OG

 

SCHNITT_AA

SCHNITT_BB

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Plan6

MICHELLE ERLMOSER – Kindertagesstätte „Grünfink“

 

Außenrendering Kopie

Die Kindertagesstätte in Aachen soll eine Erweiterung von zwei U3 Gruppen erhalten, sowie einen modernen Umbau des Altbaus. Der Kindergarten ist ein Ort an dem sich Kinder außerhalb ihres Zuhause wohl fühlen sollen und den Kindergarten wie ein zweites Zuhause sehen. Zum ersten Mal erleben die Kinder dort eine Gemeinschaft mit ihnen noch unbekannten Menschen, deshalb ist es sehr wichtig, dass der Kindergarten auf die Kinder abgestimmt und kindgerecht gestaltet ist.

 

Der gestaltete und umgebaute Kindergarten ist so geplant worden, dass die Kinder sich im ganzen Kindergarten, Innen wie Außen, frei bewegen können und in allen Bereichen spielen, beobachten und erleben können. Das Gebäude ist in zwei Bereiche gegliedert, das Ü3-Gebäude mit allen Mitarbeiter- und Gemeinschaftsräumen und das U3-Gebäude für die Kleinkinder. Jedes Gebäude hat seinen eigenen Außenbereich und die Gebäude sind mit einem Glasgang, der gleichzeitig als Eingang zum Haus dient, verbunden. Beide Gebäudeteile sind so miteinander verbunden, dass eine harmonische und einladene Fassade entsteht. Große Glasfassden, die nach Süden ausgerichtet sind, bieten viel Tageslicht in den Gruppenräumen und ermöglichen den Kindern einen Blick in die Natur. Zudem bieten, im Inneren der Gebäude, breite Flure genügend Platz um sich auch dort austoben zu können. Um Auch im Foyer der Ü3-Gruppen genügend Tageslicht zu ermöglichen, wurde ein Luftraum über dem Flur und darüber ein großes Oberlicht gestaltet. So entsteht auch gleichzeitig ein Verbindungsglied zwischen den Gruppen im Erdgeschoss und Obergeschoss. Die einfachen Formen und das klar gegliederte Raumkonzept lassen ein ruhiges aber starkes Gebäude entstehen. Auch einfache Materialität und natürliche Materalien unterstützen diesen Charakter. Ausgewählte Farbakzente unterstreichen das schlichte Raumkonzept und lassen durch die Verwendung von Seekiefernholz, Außen wie Innen, einen skandinavischen Flair entstehen.

 

Text von Michelle Erlmoser

 

Windfang KopieGarderrobe Foyer KopieGruppenraum Kopie

ANGELINA METZ – Kindertagesstätte „Our House“

 

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Der Kindergarten in der Innenstadt Aachens soll umgebaut, neu überdacht und um zwei U3-Gruppen erweitert werden. Dieser Ort soll die Kinder das erste Mal das Gefühl einer Gemeinschaft erleben lassen. Dieses neue, unbekannte Gefühl soll durch die Bauform und die verschiedenen räumlichen Stimmungen vermittelt werden. Ein stimmiges Ganzes mit Charakter und besonderer Atmosphäre wird geschaffen. Der Kindergarten besteht aus vier Gebäudeteilen. Durch eine differenzierte Trennung dieser Bereiche wird die Arbeit erleichtert. Gerade für die U3-Gruppen sind verschiedene Räume für Ruhe, Pflege, Spielen und Schlafen geschaffen worden. Ausgangspunkt für die Baukörperform und die Umsetzung des Entwurfskonzept ist die vertraute Grundform des typischen Einfamilienhauses. Mit der Verwendung des Schrägdachs in einer neuen und spielerischen Art und Weise erhält das Gebäude einerseits ein markantes Design eines außergewöhnlichen Ortes, andererseits signalisiert es Wohnen in sicherer und gemütlicher Umgebung.

 

Der Kindergarten besteht aus vier miteinander verbundenen Häusern. Ein großes auffallendes Haus bietet genug Platz für die zwei U3-Kindergruppen, während drei weitere kompakte Häuserkörper einen eigenen Bereich für die Ü3-Gruppen bilden. Verbunden wird der Gebäudekomplex durch ein großes Flachdach unter dem sich hauptsächlich die Räume für das Personal be nden. So entsteht eine klare pädagogische und optische Trennung der vier Bereiche. In Mitten der Häuser be ndet sich eine große Außenanlage zum Spielen und Erkunden. Großzügige Glasfassaden sowie natürliche Materialien im Innenraum, wie weißgeöltes Eichenholz und Beton, sorgen für den Bezug zwischen Innen und Außen.

 

Text von Angelina Metz

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Eingangshalle 1 Eingangshalle 2 Gruppenraum 2Gruppenraum 1