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BACHELORWAHLFACH AUSSTELLUNGSPROJEKT KUNSTMESSE ART.FAIR KÖLN
Prof. Stefan Hofmann
SS2012

 

 

Studierende der Hochschule Kaiserslautern präsentieren ihre Arbeiten auf der Kunstmesse ART.FAIR 2012 in Köln

 

Dass sich die Studierenden des 5. Semesters des Studiengangs Innenarchitektur unter die Aussteller renommierter Galerien und vielversprechender Neugründungen einreihen dürfen, verdanken sie den Kontakten ihres Betreuers Stefan Hofmann, Professor für die Lehrgebiete Lichtplanung und Szenisches Gestalten an der Fachhochschule Kaiserslautern. Nach dem ersten Ausstellungstag resümiert er: „Wir haben einen tollen Platz vorgefunden und unsere Studierenden sind zu Recht stolz auf Ihre Arbeiten. Die Kuratoren der ART.FAIR sind von den Beiträgen der Studenten angetan und so dürfen wir hoffentlich auch im kommenden Jahr dabei sein.“

 

Mit ihrer Fotoausstellung und einer Tanzperformance setzen sich die Studierenden mit einem Thema auseinander, das alles andere als „leichte Kost“ ist: Mit der aus dem Tsunami resultierenden Atomkatastrophe in Japan. Hierbei beschäftigen sie sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der Katastrophe. Die Atomkatastrophe von Fukushima geht laut einer Studie auf eine nicht verzeihbare „Arroganz und Ignoranz“ bei Verantwortlichen und Organisationen zurück. In einer Untersuchung des schlimmsten nuklearen Unglücks seit 25 Jahren heißt es zusammenfassend: „Der Atomreaktor-Unfall in Fukushima war das Ergebnis von Verwirrung zwischen Regierung, Aufsichtsbehörden und Tepco sowie dem Mangel an Führung der genannten Parteien.“ Dabei machen die Autoren als „fundamentale Ursachen“ der Katastrophe „tief verwurzelte Konventionen der japanischen Kultur“, wie „Gehorsam“, „Autoritätshörigkeit“, „Ergebenheit“ und „Programmtreue“ aus. Nach Fukushima allerdings, ist ein „Aufwachen“ bei vielen Japanern zu beobachten. Hier setzen die Arbeiten der FH-Studierenden an. Sie wollen die teilweise Abkehr von Konventionen hin zu offeneren Einstellungen sichtbar machen und haben dafür Portraitaufnahmen von Japanern mit ihren eigenen überlagert. Bei den Arbeiten mit dem Titel DEFACED FACES 2012 handelt es sich um 40x40cm große Drucke auf Fotokarton.

 

In ihrer Tanzperformance setzen  sich die Studierenden mit der Uniformität durch ein zentral gesteuertes System auseinander. Hier hängen alle Tanzenden wie Marionetten an einem zentralen Faden und sind miteinander verbunden, bis eine Person aus diesem Kreis ausbricht…
Stefan Hofmann freut sich mit den Studierenden über die positive Resonanz. Die Erfahrung, die die angehenden Designer durch einen solchen Auftritt fernab curricularer Vorgaben haben, schätzt der Professor äußerst hoch ein: „Die Studierenden dürfen sich hier ganz frei entfalten und erfahren außerdem, wie es ist, mit voller Konzentration auf einen solchen Termin mit großer Öffentlichkeit hinzuarbeiten.“
Im vergangenen Jahr strömten über 32.000 Kunstinteressierte durch die denkmalgeschützten Messehallen. Damit gehört die ART.FAIR zu den größten deutschen Kunstmessen und hat sich endgültig als eine Institution am Kunstmarkt etabliert.

 

 

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Fotoarbeiten DEFACED FACES 2012

 

 

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Tanzperfomance der Innenarchitekturstudenten auf der ART.FAIR

 

 

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Tanzperfomance der Innenarchitekturstudenten auf der ART.FAIR

 

 

 

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Tanzperfomance der Innenarchitekturstudenten auf der ART.FAIR