Bearbeiterin

 

Susanne Weinrich 

Betreuung

 

Prof. Dipl.-Ing. Werner Glas

Fach

 

Großer Entwurf_1 

Semester

 

SS 2014

Ankommen. Verweilen. Weiterziehen. Am liebsten übernachtet man wohl in seinen eigenen 4 Wänden. Doch wer sich auf Reisen begibt, muss seine geliebte

Schlafstätte meist gegen ein nüchternes Hostelzimmer oder ein in die Jahre gekommenes Hotelzimmer eintauschen. Verstaubte Vorhänge und Standartmöb-

lierung sollen für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Doch wie sieht es dann wirklich mit dem Gefühl des Wohlbefindens bei dem Gast aus?

 

Wer sich wirklich wohl fühlen möchte, muss sich entfalten können. Räume sollten so gestaltet werden, dass eine Individualität spürbar ist.

Etwas zu seinem Eigenen machen. Genau mit dieser Entfaltung – sowohl der persönlichen, viel mehr jedoch noch mit der räumlichen- habe ich mich in den

letzten Monaten beschäftigt und ein System entwickelt, welches es dem Gast erlaubt, Räumen durch Interaktion eigene Strukturen zu geben.

Der Aufbau meiner Gästehäuser ähnelt dem einer Frucht. Im Inneren befindet sich der Kern. Er wird von dem Kerngehäuse umschlossen.

 

Eine Schicht weiter befindet sich das Fruchtfleisch, welches Schutz bietet. Umschlossen wird alles mit einer Schale. Der Hülle, welche wiederum für eine

Abgrenzung zur Außenwelt sorgt. Der einzelne Teil ist klar definiert und lokalisiert. Genau so verhält es sich bei meinen Gästehäusern.

 

 

Bei der Anreise finden die Gäste einen geschlossenen schwarz farbenen Körper vor. Hier wird der Begriff der Entfaltung räumlich. Durch das Aufklappen

der Außenhülle entsteht einerseits ein Raum. Andererseits wird der hölzerne Kern des Gebäudes sichtbar.

 

Sind alle Seiten aufgeklappt, kann das Innere erkundet werden.

 
 
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Das Gästehaus für 4 Personen ist vom Grundgedanken gleich der anderen Gästehäuser, wächst jedoch in die Höhe, um dem Platzbedarf der Personengruppen

gerecht zu werden.Im unteren Bereich sind Kochniesche, Essplatz und die Schlafbereiche angesiedelt. Durch eine Tür und über einige Stufen gelange man in den

Nassbereich, welcher erhöht wurde, damit das Doppelbett darunter geschoben werden kann. Über weitere Treppenstufen gelangt man nach oben in den Wohnbereich.

Auf verschiedenen- unter anderem gepolsterten- Podesten kann gelesen, gespielt oder entspannt werden. Fensterläden an drei Seiten können je nach Bedarf

aufgeklappt werden, sodass der Blick in die Umgebung schweifen kann.

Der Wohnbereich wurde separiert, da bei vier Personen verschiedene Tagesrhytmen aufeinander treffen.

 

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Besucher des Gästehauses S können durch das Aufklappen der Verblendung die Kochnische nutzen. Durch das Herausziehen des Esstische und der Sitzbank

generiert sich ein Essbereich, welcher immer wieder schnell in der Wand verschwinden kann, um so mehr Platz zu schaffen.

Im Wohnbereich können einzelne Sitzkuben ebenfalls herausgezogen werden, um so eine Sitzlandschaft zu formen, die den individuellen Ansprüchen entspricht.

Durch das Hochschieben einer weiteren Verblen-dung kommt der Schlafbereich zum Vorschein. Eine kleine Garderobe bietet Stauraum für Gepäck.

 

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